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BERICHT AUSLOSUNG IM SPORTHEIM
 

DFB-Pokal-Hauptrunde: Odonkor, Metzelder und Co. kommen ins Mindelstadion

Das Sportheim wackelte in seinen Grundfesten, der Fernsehapparat, über den gerade die freudige Nachricht flimmerte, fibrierte bedenklich, als gestern Abend um 18.16 Uhr feststand: Fußball-Landesligist TSG Thannhausen hat in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 9./10. September das große Los gezogen und keinen Geringeren als Bundesligist Borussia Dortmund zum Gegner. Grenzenloser Jubel brach los, Abteilungsleiter, Trainer, Spieler und Fans lagen sich in den Armen und waren sich einig: besser hätte es nicht kommen können.
Das große Los für die Landesligafußballer an der Mindel, die am Mittwoch (18.30 Uhr) auf eigenem Platz das bayerische Pokalfinale gegen den Bayernligisten SpVgg Bayreuth bestreiten, zog Nationalspielerin Conny Pohlers von Tribüne Potsdam und sorgte dafür, dass die Thannhauser eine weiteres Mal in dieser Saison im siebten Fußballhimmel schweben konnten.

"Ich hoffe, dass wir nicht Unterhaching, Aue oder Paderborn kriegen", konnte TSG-Fußball-Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn sein unsicheres Gefühl vor der Auslosung nicht verbergen. Freudenschreie hallten jeweils durch das Sportheim, als die "Ungeliebten" nacheinander an andere Amateurclubs "vergeben" wurden.
Dann der entscheidende Moment: Conny Pohlers zieht die TSG Thannhausen aus dem Topf der Amateure und macht mit Bundesligist Borussia Dortmund den Glückstag perfekt.
Walter Schmid, der als Spielertrainer fungierte, als die TSG Thannhausen vor 31 Jahren erst- und auch letztmals eine Hauptrunde erreichte und eine Profimannschaft (0:6 gegen den Zweitbundesligisten Bayer 04 Leverkusen) zum Gegner hatte, konnte es noch gar nicht fassen. "Das absolute Highlight, noch besser als Bayern München", schwärmte er und fügte hinzu: "Ein Odonkor, ein Kehl, ein Metzelder hier im Mindelstadion, das ist unglaublich."

Keine Angst vor großen Namen und schussgewaltigen Stürmern hat Torwart Sebastian Steidle, jener Akteur, der mit den gehaltenen Elfmetern in den Spielen gegen Bayernligist SpVgg Weiden und den künftigen Regionalligisten FC Ingoldstadt den Einzug der TSG in die Hauptrunde erst möglich gemacht hat. Er hätte zwar lieber den Bayern die Lederhosen ausgezogen, bezeichnete das Los aber als überragend. "Ich bin überglücklich. das ist das größte Erlebnis in meiner bisherigen Fußballer-Laufbahn" jubelte er und kündigte mit einem verschmitzten Lächeln ein weiteres Thannhauser Husarenstück an: "Wir schlagen Dortmund im Elfmeterschießen..."
Etwas bescheidener gab sich da Kapitän Marian Dischl: "Wir werden versuchen, dass wir glimpflich davon kommen." Damit meinte er eine einstellige Niederlage "oder besser noch unter sechs Gegentoren".

Einer der strahlte, als hätte er soeben einen Sechser im Lotto gelandet, war Abteilungsleiter Alexander Graf von Schönborn, obwohl ihm schnell bewusst wurde, dass auf die TSG Thannhausen jetzt eine Menge Arbeit und organisatorische Aufgaben zukommen werden. Bereits am heutigen Montag reist er mit seinem Stellvertreter Klaus Richter zum Deutschen Fußballbund nach Frankfurt, wo ein Workshop zum DFB-Vereinspokal stattfindet und auch der genaue Termin für das Spiel gegen Bundesligist Borussia Dortmund vereinbart wird.




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