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RÜCKBLICK BOL 2003/04
 

Im Eiltempo hat der FC Augsburg II den schwäbischen Fußball aufgemischt und die als Meister Rückkehr in die Fußball-Landesliga Süd geschafft, in der die Fuggerstädter letztmals in der Saison 1978/79 vertreten waren. Was umso erstaunlicher ist, weil der FCA II 1989 sein Team aus der Bezirksoberliga abgemeldet und erst vor sieben Jahren wieder in der A-Klasse begonnen hatte.
Doch nicht nur die Augsburger konnten sich am Ende freuen, auch die TSG Thannhausen und der TSV Nördlingen schafften aufgrund der günstigen Konstellation eine Klasse höher die Rückkehr in die Landesliga. Die Bezirksoberliga "nach unten" verlassen mussten der TSV Babenhausen, TSV Krumbach, ASV Fellheim und der BC Rinnenthal.
Ein munteres Wechselspiel gab es auf den Trainerbänken: Beim BC Rinnenthal zum Beispiel wurde gleich doppelt der Übungsleiter gewechselt. Die jeweils zurück getretenen Klaus Stief und Michael Gottwald wurden schließlich durch Konrad Bradl ersetzt. Dagegen saßen bei der TSG Thannhausen Spielertrainer Oliver Schmid und beim TSV Krumbach - trotz sich andeutendem Abstieg - Trainer Günther Wörle fest im Sattel.
Der TSV Kottern weist nach Schlusslicht Rinnenthal (6 Punkte) die schwächste Rückrundenbilanz aufweist. Gerade mal 13 Zähler ergatterten die Kotterner. In der Vorrunde hatten Krumbach, Marktoberdorf (je 11) und Rinnenthal (7) die magerste Ausbeute vorzuweisen. Ganz anders der FC Augsburg II. In der Vorrunde war er mit 38 Punkten schon die beste Elf vor der TSG Thannhausen (32) und dem TSV Nördlingen (31), in der Rückrunde reichten 34 Zähler, um vor Thannhausen (30), dem FC Gundelfingen, 1. FC Sonthofen und TSV Nördlingen (je 29) der Ligaprimus zu sein.
Nur eine Heimniederlage
Den Grundstock für den Meistertitel legte der FCA II aber in erster Linie in den Heimspielen. 16 Mal traten die Fuggerstädter zuhause an, 15 Mal verließen sie als Sieger den Platz. Nur der FC Gundelfingen konnte mit dem 2:1-Erfolg diese Erfolgsbilanz leicht trüben. Zweitbestes Heimteam stellt Nördlingen (33 Zähler), das schwächste der BC Rinnenthal (5). Auswärts war die TSG Thannhausen (34) vor dem FC Affing und FC Gundelfingen (je 29) das Maß aller Dinge, während Rinnenthal (8) auch in dieser Wertung den letzten Rang einnimmt.
Selig die Nummer eins
Die Nummer eins unter den Torjägern ist ein Mittelfeldspieler. Stefan Selig von der TSG Thannhausen, unbestritten der beste Kicker der BOL, traf insgesamt 24 Mal ins Schwarze und ließ dabei Affings Frank Mazur und Sonthofens Yusuf Bakircioglu (je 18) deutlich hinter sich. Bakircioglu katapultierte sich mit einem Viererpack gegen die SpVgg Kaufbeuren am vorletzten Spieltag in die Spitzengruppe. 3,36 Tore pro Spiel zeigen, dass die Bezirksoberligisten offensiv ausgerichtet agierten. Insgesamt konnten 913 Treffer bejubelt werden. Für das torreichste Spiel sorgte der FCA beim 9:2 gegen den ASV Fellheim, der höchste Heimsieg ging auf das Konto des TSV Hilgertshausen (8:0 gegen Krumbach). Auswärts sorgte Gundelfingen mit dem 7:3 beim ASV Fellheim für das Rekordergebnis.
Derby als Zuschauermagnet
Dass die Liga attraktiver war als im Vorjahr, zeigt auch die Zuschauerbilanz. 197 Besucher pro Spiel bedeuten ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber der Saison 2002/03 (185). Insgesamt kamen 53665 Besucher zu den 272 Partien. Besonders großes Interesse erzeugte dabei das mittelschwäbische Derby, denn im Hinspiel kamen 900 Fans zur TSG Thannhausen, in der Rückrunde konnte der TSV Krumbach 700 Anhänger begrüßen. Mit 4660 Zuschauern (Schnitt: 291) nimmt die TSG Thannhausen in der Zuschauertabelle Platz zwei hinter dem FC Affing (5400) ein. Absteiger TSV Krumbach belegt mit 3700 Heimspielbesuchern (Schnitt: 231) Platz vier. Richtig mickrig dagegen die Minuskulisse beim Spiel des FCA II gegen Fellheim: Weil gleichzeitig die Regionalliga-Elf der Augsburger im Einsatz war, wollten gerade mal fünf Besucher den Meister sehen.
Elf Spiele ohne Niederlage - dies war die längste Erfolgsserie und geht auf das Konto der TSG Thannhausen, die damit sogar Meister FC Augsburg II (10 Partien) übertrumpfte. In negativer Hinsicht, nämlich zwölf Wochen ohne Sieg, stellte der BC Rinnenthal eine Bestmarke auf. Dicht gefolgt vom TSV Marktoberdorf und TSV Bobingen, die jeweils elf Partien ohne "Dreier" blieben.
Der TSV Landsberg (74 gelbe, 4 gelb-rote, 3 rote Karten) ist das vorbildlichste Team und führt die Fairplay-Tabelle an. Ohne eine einzige rote Karte blieb nur der TSV Marktoberdorf.
Auch die TSG Thannhausen (90/7/3) wäre in der Spitzengruppe der fairsten Teams zu finden gewesen, hätte nicht Manuel Kirschenhofer die Bilanz mit drei gelb-roten und zwei roten Karten arg getrübt. Der TSG-Akteur ist damit Rekordsünder der BOL. Der TSV Krumbach liegt mit 92 gelben, 5 gelb-roten und 4 roten Karten auf Platz neun.




Bericht Freundschaftsspiel gegen FC Augsburg A-Jug | Archiv 2004