Unerwartet schwer mit dem Liga-Konkurrenten TSV Neusäß tat sich gestern Abend Fußball-Landesligist TSG Thannhausen im Toto-Pokal. Gegen die Notelf vom Lohwald gewannen die spielerisch klar überlegenen, im Abschluss aber zu zaghaften Thannhauser erst nach Elfmeterschießen 6:5 (1:1).
Während sich die Platzherren durchaus gewissenhaft auf die Partie vorbereiteten, geriet sie in Neusäß offensichtlich in Vergessenheit. Erst einen Tag vor dem Anpfiff erfuhren die TSV-Verantwortlichen durch einen Anruf unserer Zeitung vom Pflichtspiel-Termin obwohl er in Anwesenheit von Harald Emmerling zwischen beiden Vereinen abgesprochen worden war, wie der Spielleiter betonte.
Wie auch immer: Die Thannhauser, die mit acht Mann aus ihrem Kreisliga-Team spielten, waren fast über die komplette Distanz am Drücker und hätten die Sache an sich innerhalb von 90 Minuten gewinnen müssen. Sie ließen jedoch zu viele Chancen aus. Zusätzlich gerieten sie in Rückstand: Einen Konter der Gäste schloss Damir Mackovic ab; TSG-Keeper Markus Seitz war machtlos (21.). Noch vor dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern aber der Ausgleich. Nach einem schönen Spielzug über drei Stationen tauchte Sebastian Beck allein vor Torwart Stefan Schmid auf und schob aus zehn Metern ein.
Im zweiten Duchgang dominierte Thannhausen weiter und hatte durch Marc Hämmerle sowie zwei Mal Peter Jakob gute Gelegenheiten, die Sache zu entscheiden. Neusäß kam durch Tomislav Mendes noch einmal in aussichtsreiche Position.
Im Nervenspiel trafen alle bis der Neusäßer Baris Buer über das Gehäuse zielte. Beck verwandelte anschließend den entscheidenden Versuch für die TSG.
Marc Hämmerle (am Ball) hätte die Thannhauser schon innerhalb der 90 Minuten eine Runde weiter schießen können.