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MARKUS DEIBLER MIT A-LIZENZ
 

Thannhausen ist in Fußball-Deutschland ein Begriff geworden und nicht etwa ein weißer Fleck auf der Landkarte. Ein Mann hat maßgeblich zum Aufschwung der Kicker-Sparte im heimischen Verein beigetragen: Markus Deibler, 30 Jahre alt, als Junioren-Trainer der Zauberlehrer bei der TSG Thannhausen. Der gebürtige Augsburger coacht die C-Jugend der TSG und damit die Junioren-Mannschaft im Landkreis, die am erfolgreichsten spielt - in der Bayernliga, zusammen mit den „Großen“ aus München und Unterhaching.

Er ist ein echter TSG-ler, keine Frage. „Seit ich fünf Jahre alt bin, lebe ich in Thannhausen und genauso lang bin ich bei der TSG“, sagt Deibler. Der Erfolg der Jugendmannschaften aus der 6000-Einwohner-Stadt komme nicht von ungefähr, schildert Deibler sein Rezept: „Es ist wichtig, hart zu trainieren. Wir arbeiten praxisbezogen mit dem Ball und räumen dem Passspiel viel Raum ein.“ Auch Einfühlungsvermögen gehöre dazu, erklärt Deibler.

Die Mischung macht’s. „Spaß, taktisches Training und fortwährende Ausbildung“ seien essenzielle Bausteine des Erfolgs der Junioren, erläutert der begeisterte Sportler Deibler, der inzwischen die Trainer-A-Lizenz besitzt. Die Vermittlung von Werten gehöre zudem unbedingt zum Coaching eines Junioren-Teams. Es gelte, Demut und Respekt voreinander und vor den Gegnern zu erlernen, sagt Deibler. Und weiter: „Konstant zu arbeiten, sein letztes Hemd zu geben“ - Woche für Woche. Der junge Trainer klingt überzeugt von dem, was er sagt.

Deibler will als Trainer noch hoch hinaus. Fraglich ist, ob er dies mit der TSG erleben wird. „Der Verein hat seine Grenzen, wir sind nun auch finanziell am Rande des Machbaren“, sagt der 30-Jährige. Deshalb stellt Deibler - zum Leidwesen seiner jungen Spieler - definitiv klar: „Es ist meine letzte Saison hier in Thannhausen.“ Es schmerze ihn immer noch, so Deibler, dass er jüngst nicht bei der Wahl für einen Posten im Seniorenbereich bei der TSG berücksichtigt wurde.

Dennoch schätzt Deibler das familiäre Umfeld der Thannhauser Talentschmiede. Gerade der Zusammenhalt, das Vorhandensein von Ansprechpartnern, die Geborgenheit im Klub: Dies alles sei unverzichtbar für die Entwicklung der Nachwuchsspieler.

Einige von ihnen haben es schon einen Schritt weiter geschafft. Kevin Volland etwa. Das Thannhauser Gewächs spielt nicht nur in der A-Jugend der Münchner Löwen, nein, Volland kickt auch für Deutschland in der U 18-Auswahl.

Der Weg soll auch für Deibler weiter gehen, möglichst steil aufwärts, wenn es nach ihm geht. Die Lizenz ist da, der Wille auch.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten




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