Leichtathletik

1962

All jenen Sportler, denen der Sinn weniger danach stand, dem Ball hinterher zu jagen, boten sich 1962 ganz neue Perspektiven: mit dem Hauptinititator Johann Geiger an der Spitze wurde - anfangs als Unterabteilung der Sparte Turnen - fortan innerhalb der TSG auch der Leichtathletik gefrönt. Helmut Obländer, Ulrich Köstner, Luis Lachenmaier und Norbert Keppeler entpuppten sich sogleich als erfolgreiche Teilnehmer an einem ersten offiziellen Wettkampf in Bobingen. Bald waren 22 Aktive - darunter auch Damen - am Start. Zum enormen Aufschwung trug natürlich ganz wesentlich die ebenfalls noch 1962 fertiggestellte Aschenbahn im Mindelstadion bei, wo schon im Jahr darauf mehrere Veranstaltungen durchgeführt werden konnten.

1964

1964 stieß Dieter Duttke zu TSG. Er bildete gemeinsamm mit Lutz Riedel, Norbert Keppeler (Bestleistung im Hochsprung 1,90 m), Helmut Oberländer und Ewald Gollmitzer in der Disziplin "Internationaler Fünfkampf" ein Team, das über Jahre hinweg in Schwaben dominieren sollte. Vor allem Duttke (61,68 Meter mit dem Speer), Riedel (Kugel 15,37 m und Diskus 44,86 m) sowie Keppeler schrieben dank ihrer Leistungen in Thannhausen Leichtathletik-Geschichte und halten zum Teil noch heute einige Vereinsrekorde.

1968

Zwischen 1968 und 1971 kam es zur Bildung einer Leichtathletik-Gemeinschaft mit den Sportkameraden aus Krumbach. Ungeachtetet des 1975 vollzogenen sportlichen Zusammenschlusses mit dem LAZ Kreis Günzburg fungierte man nach wie vor - und das gilt bis zum heutigen Tag - als selbständige Abteilung. Besagte Kooperation bietet, neben weiteren Vorteilen, den einzelnen Aktiven deutlich bessere Chancen bei Staffel- und Mannschaftswettbewerben. Zudem gewährt das LAZ seinen Mitgliedern finazielle Unterstützung.

1975

1975 erweckte sich die Leichtathletik-Abteilung unter Johann Geiger insbesondere auch über den Breitensportbereiche, und hierbei in erster Linie den Erwerb von Sportabzeichen, selbst aus dem "Dornröschenschlaf". Waren es 1975 ganze 15 derartiger Abzeichen, so führte in der Folgezeit das vielseitige Trainings- und Sportangebot - vor allem bedingt durch dei 1977 geschaffene Kunststoffbahn mit ihrem eigenen Sektor für Sprunganlagen - zu einer nicht so aussehbaren Entwicklung.

1984

In den 80ern machten die Mittel- und Langstreckler sowie die Marathonläufer von sich rede. Genannt seien hier nur Leo Grambihler, Otto Hengge oder Werner Fischer. 1984 lief der "Sprintstern" Hans-Jörg Reichel im Mindelstadion die 100 Meter in 10,9 und die 200 Meter in 21,8 Sekunden. Die 400-Meter-Distanz hatte er schon im Jahr zuvor unter 50 Sekunden absolvieren können. 1985 erwarben 267 Sportlerinnen und Sportler, woran auch die Abteilung das Rekordergebnis von insgesamt 556 Sportabzeichen und erklommen damit schwaben- wie bayernweit die Spitze. Spätestens seit dieser Zeit fährt die Abteilung eindeutig zweigleisig, nicht mehr nur in Richtung Wettkampf-, sondern auch in Richtung Breitensport. In jüngerer Zeit hat ersteres wieder an Bedeutung gewonnen, nehmen doch die meisten Breitensportler in irgendeiner Form auch an Wettkämpfen teil. Ein "Highlight" hielt das Jahr 1985 parat. Bei den Veteranen-Weltspielen im altehrwürdigen Olympiastadion von Rom durfte sich Erna Baumann (Jahrgang 1934) gleich zweimal als Weltmeisterin feiern lassen, im Weitsprung (4,71 m) sowie als Mitglied der Europa-Auswahl in der 4x100-Meter-Staffel. 1987 "floppte" das "Eigengewächs" Ulrich Eberhardt im Hochsprung bei 1,98 Meter.

1986

Von einem guten Teamgeist zeugten stets die Erfolge in den Mannschafts- und Staffelwettbewerben. Zudem war man beim Landkreislauf immer stark vertreten. Sportfeste im Beisein deutscher Spitzenathleten gab es in Thannhausen des öfteren, so auch 1986, als die Kugelstoß-Olympiasiegerin Claudia Losch die Stadionbestleistung auf phantastische 20,90 Meter schraubte.

1993

Die 90er Jahre brachten - neben der Durchführung wichtiger Meisterschaften in Thannhausen - ebenfalls hervorragende sportliche Leistungen. 1993 lief Tobias Kramer die 400-m-Hürden in glänzenden 55,81 Sekunden und im Jahr darauf durchbrach Christoph Deutschenbaur mit 7,12 Metern im Weitsprung gewissermaßen eine "Schallmauer", was ihm zugleich den Titel eines Bayerischen Juniorenmeisters bescherte.

1995

Hubert Haltmayr überquerte 1995 im Hochsprung bei 2,03 Metern die Latte. Besagte Höhe bedeutet bis heute sowohl Vereins als auch LAZ-Rekord. 1996 sprang Deutchenbaur sogar 7,22 Meter weit und wurde - zum Lohn für diese Bestleistung - Schwäbischer Meister.

1997

Im Seniorenbereich hatten die TSG-Athleten ebenfalls einiges zu bieten. So lief Georg Miller 1997 als 51jähriger die 400 Meter in 55,56 Sekunden, was ihm Rang zwei bei den Deutschen Meisterschaften einbrachte. 1999 wurde er in 12,44 Sekunden außerdem Schwäbischer Meister im 100m-Sprint. Bei den über 40jährigen trumpfte zuletzt Thomas Götz groß auf. Zum 100 Meter gesellten sich Erfolge auf Landkreisebene. Götz war hier weder im Weitsprung (6,12 Meter) noch über die 100-m-Distanz (12,30 Sekunden) zu schlagen.

2000

Allein in den letzten zehn Jahren legten insgesamt 714 Teilnehmer unter den Augen der Prüfer Johann Geiger, Norbert Keppeler, Erna Baumann und Alfred Kalischko sage und schreibe 1.465 Sportabzeichen ab. Es darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass die TSG eine Leichtathletik-Hochburg war und ist, die weit über Schwabens Grenzen hinaus den allerbesten Ruf genießt.

30.12.2015

Ein Auszug aus der Chronik-Zeitung vom 125-jährigen Jubiläum. >>>

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