09.04.2011 TSV Kottern - TSG Thannhausen 1:3

TSV: Gruber, Mayr, Kristen (52. Harteis), Erden, Eisenmann, Siegfanz, Geiger, Holweger, Wachter, Wiedemann (72. Altan), Yilmaz

Ersatzbank: Liebert, Senol

TSG: Böld, Hänsle, Cantürk, Selig, Sandner (89. Deberling), Miroci, Balogh, Lauer (80. Akyel), Leiteritz, Micheler (73. Gschrey), Winzig

Ersatzbank: Keles, Schwegle, Recaj

Tore: 1:0 (2.) Florian Mayr, 1:1 (12.) Volkan Cantürk, 1:2 (33.) Stefan Winzig, 1:3 (88.) Volkan Cantürk

Zuschauer: 325

Schiedsrichter: Markus Winkler (Tirol/Österreich)

gelbe Karten: Wiedemann, Yilmaz, Erden, Geiger - Sandner

gelb/rote Karte: - / Stefan Selig (65./TSG/Reklamieren und Foulspiel)


Es war Schlimmes zu befürchten für die TSG Thannhausen. Gerade einmal eine Minute war gespielt, da lag der Fußballlandesligist gegen den TSV Kottern bereits mit 0:1 hinten. Ein Torwartfehler von Thomas Böld er lies eine Flanke wieder aus seinen Händen gleiten lud Gästeangreifer Florian Mayr förmlich zum Toreschießen ein. Dieser lies sich nicht lange bitten und stocherte den Ball zum 0:1 über die Linie. Erinnerungen wurden wach an die 1:6-Hinspielniederlage und dem 1:6 gegen den FC Gundelfingen. Doch im Gegensatz zu diesen Partien gab sich die TSG gegen ein Spitzenteam der Landesliga nicht auf, dominierte fortan das Geschehen und gewann am Ende völlig verdient mit 3:1.

"Riesenkompliment an die Mannschaft", strahlte TSG-Trainer Jochen Frankl nach dem Schlusspfiff. "Sie haben gekämpft wie die Löwen und am Ende völlig verdient gewonnen." Tatsächlich fungierte der frühe Rückstand als regelrechter Weckruf für die TSG. Nach verunsicherten fünf Minuten kamen die Gäste immer besser ins Spiel, kontrollierten aus einer sicheren Defensive die Partie und kamen durch den bärenstärken Volkan Cantürk früh zum Ausgleich. Nach einem weiten Diagonalball von David Balogh überlistete der Torjäger TSV-Keeper Martin Gruber aus spitzem Winkel zum 1:1 (11.).

Die TSG blieb am Drücker, lies in der Defensive kaum Torchancen für den besten Sturm der Liga (!) zu einzig Sturmführer Andreas Wachter kam einmal gefährlich vor das TSG-Gehäuse, traf allerdings nur den Pfosten (28.) und setzte auf der Gegenseite die berühmten Nadelstiche. So in der 33. Minute. Scheiterte Volkan Cantürk mit seinem Kopfball noch an Gruber, machte es Stefan Winzig bei der anschließenden Ecke besser. Er wuchtete das Spielgerät zur 2:1-Halbzeitführung in die Maschen.
Wer nun glaubte, die Hausherren würden nach der Pause einen Sturmlauf starten, der sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Thannhausen kontrollierte das Spielgeschehen und war dem 3:1 näher als Kottern dem Ausgleich. Bis zur 65. Minute: Da sah TSG-Mittelfeldregisseur Stefan Selig die Ampelkarte: "Das hätte der Knackpunkt sein können", so Abteilungsleiter Klaus Richter. "Aber was die Jungs dann ablieferten, war beeindruckend."

Die Innenverteidiger Stefan Winzig und Tobias Hänsle ließen weiter kaum Torchancen zu, Sturmführer Volkan Cantürk rückte zurück auf die Sechs. Ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. Scheiterten Stefan Leiteritz (67.) und Xhelal Miroci (83.) noch frei stehend an Martin Gruber oder ihren Nerven, folgte zwei Minuten vor Schluss der zweite große Auftritt von Cantürk. In der eigenen Hälfte eroberte der 27-Jährige den Ball, lies zwei Abwehrspieler und Torhüter Gruber aussteigen und schob den Ball anschließend überlegt ins leere Tor: "Ein überragender Treffer", lobte auch Frankl, der aber schon an die kommenden Aufgaben denkt. "Dieser Sieg war ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Aber auch mit 35 Punkte steigt man ab. Jetzt brauchen wir noch zwei Siege. Je früher wir die einfahren, umso besser."

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten



Bericht von www.tsv-kottern-fussball.de :
Der TSV Kottern konnte nach dem Auswärtssieg vergangene Woche in Fürstenfeldbruck nicht nachlegen. Zuhause setzte es gegen die TSG Thannhausen eine 1:3 (1:2)-Niederlage.

Dabei legte der TSV los wie die Feuerwehr und ging schon in der ersten Spielminute durch Florian Mayr in Führung. Gästetorwart Thomas Böld konnte den Ball nicht festhalten, Mayr staubte ab. Den perfekten Einstand in die Partie konnten die St. Manger aber nicht nutzen, Thannhausen kam immer besser ins Spiel. Bereits nach 12 Minuten glich Thannhausens Torjäger Volkan Cantürk aus, indem er den Ball aus spitzem Winkel an Martin Gruber vorbei schob. Danach hatte Kotterns Patrick Wachter zwei gute Möglichkeiten, sein Kopfball nach einer Ecke ging aber knapp übers Tor (19.), und nach feiner Einzelleistung traf er nur den Pfosten (29.). Im Gegenzug machten es die Gäste besser. Nach einem Eckstoss köpfte Stefan Winzig freistehend zum 2:1 aus Gästesicht ein (33.).
Nach dem Seitenwechsel verschärfte der TSV seine Bemühungen auf den Ausgleichstreffer, welcher aber nicht gelingen wollte. Ein Freistoß von Patrick Wachter aus knapp 20 Metern Entfernung ging nur wenige Zentimeter am Tor vorbei (49.). Gleiches galt für Sinan Yilmaz, dessen Freistoß ebenfalls nur knapp übers Gehäuse ging (57.). Selbst als Thannhausens Stefan Selig knapp zehn Minuten später mit der Ampelkarte vom Platz musste (65.), schaffte der Aufsteiger nicht die Wende. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte dabei noch Daniel Eisenmann. Nachdem Patrick Wachter schön auf Eisenmann querlegte, scheiterte dessen Schuss am Fuß des Gästekeepers (83.). Thannhausen kam während der gesamten zweiten Hälfte nur zu gelegentlichen Entlastungsangriffen, setzte zwei Minuten vor dem Ende aber auch den Schlusspunkt. Erneut Cantürk war es, der den Sieg für die Gäste nach schöner Einzelleistung perfekt machte. Erst umspielte er die Kotterner Verteidigung, danach Torwart Martin Gruber und schob zum letztendlich verdienten 3:1-Endstand ein (88.).

Trainerstimmen:
Stephan Wuttge (TSV Kottern):
"Wir waren heute nicht in der Lage, der TSG Paroli zu bieten. Nach dem frühen 1:0 haben wir gedacht, dass das Spiel ein Selbstläufer wird. Wir haben nur mit langen Bällen agiert und die Gegentore quasi selbst verursacht. Die TSG hat aber sehr gut dagegen gehalten und den Ball schön laufen lassen. Ich verstehe nicht, warum sich meine Mannschaft nach der frühen Führung selbst niedermacht, selbst gegen zehn Mann konnten wir keine Ordnung schaffen."
Jochen Frankel (TSG Thannhausen):
"Wir haben den frühen Rückstand gut weggesteckt, und ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie die Partie bis zur Pause gedreht hat. Nach dem Seitenwechsel wurde es natürlich brenzlig, vor allem nach der gelb-roten Karte gegen Stefan Selig. Dennoch hat die Mannschaft fußballerisch und kämpferisch alles gegeben. Unterm Strich war der Sieg glücklich, aber wichtig und ein weiterer großer Schritt Richtung Klassenerhalt."

ImpressumMitgliedsantragStellenangeboteVereinssatzung