02.04.2011 TSG Thannhausen - VfB Eichstätt 4:1

TSG: Böld - Balogh, Hänsle, Winzig, Sandner - Leiteritz, Selig, Miroci (83. Schwegle), Micheler (78. Deberling) - Lauer (68. Akyel), Cantürk

VFB: Diez - Böhm, Schmidramsl, Stoll, Schuster A. - Betz D. (82. Wilfling), Schiebel, Hörmann, Zischler M., Witasek (60. Hackner) - Regler J. (30. Zischler T.)

Tore: 1:0 (13.) Volkan Cantürk, 1:1 (18.) Dominik Betz, 2:1 (31.) Stefan Selig, 3:1 (81.) Volkan Cantürk, 4:1 (89.) Stefan Leiteritz

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Marc Weidmann

gelbe Karten:
Balogh / Schiebel, Stoll

gelb/rote Karte: David Balogh (87./wiederholtes Foulspiel / Maximilian Zischler (65./wiederholtes Foulspiel)

Nach Spielschluss zeigte sich Jochen Frankl gelöst. Entspannt und mit einem Lächeln im Gesicht gab sich der Trainer der TSG Thannhausen dem angereisten TV-Sender Augsburg TV im Interview. So können die Fans, die am Samstag nicht den Weg ins Mindeltalstadion fanden, das zweite, das positive Gesicht der TSG sehen. Am heutigen Montag um 18.30 Uhr dokumentiert eine zehnminütige Zusammenfassung vom 4:1-Erfolg der Frankl-Elf gegen den Tabellenvorletzten und ihrem erfrischenden Auftritt über einen Großteil der 90 Minuten.
Aber so beruhigend, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie für Anhang und Verantwortliche der Gastgeber beileibe nicht. Zu lange brauchte man, um die knappe Führung ohne abschließendes Zittern ins Ziel zu bringen. Und das hatte erst nach 81 Minuten ein Ende. Ein Geniestreich zum 3:1 von Volkan Cantürk auf überragende Vorlage von Xhelal Miroci bedeutete den sicheren Dreier.

Zuvor beherrschten die Hausherren klar die Partie. Versäumten es aber aus ihren zahlreichen Chancen mehr Kapital zu schlagen. Jochen Frankl hatte seine Mannschaft nach der 1:6-Klatsche in Gundelfingen wieder aufgerichtet. Diese demonstrierte ihre positive Auffassung von der ersten Minute an. Und das machte sich bezahlt. Kapitän Stefan Selig steckte den Ball durch die verunsicherte Eichstätter Viererkette und Cantürk ließ dem starken Schlussmann Fabian Diez keine Abwehrmöglichkeit (13.).

Aber die Führung hatte nicht lange Bestand. Thannhausen bekam keinen Zugriff und die Gäste erspielten sich mit ihrem ersten Angriff den Ausgleich durch Dominik Betz (18.). Nun zeigte sich, dass die jungen Thannhauser nicht gefestigt sind. Die Unsicherheit bei beiden Teams war deutlich zu sehen. Fahrig mit vielen individuellen Fehlern trugen sie nicht zur Ruhe der unruhigen Abwehrreihen bei. Erst ein klasse Eckballtrick brachte bei Cantürk & Co wieder den Glauben und die nötige Konzentration zurück. Kapitän Stefan Selig erhielt zur Überraschung aller den Ball scharf am Sechzehnmeter-Raum und versenkte ihn mit links im langen Eck.

Es war der Auftakt zu einem Chancen-Festival, bei dem sich die TSG im Auslassen bester Möglichkeiten und dem wenig zielstrebigen Ausspielen von Kontern selbst übertraf. Maximilian Lauer, Xhelal Miroci oder der eingewechselte Adnan Akyel scheiterten immer wieder an Torhüter Diez oder der eigenen Verspieltheit. Die Folge: Eichstätt kam gefährlich vor den Kasten von Thomas Böld, das 2:2 lag in der Luft. Ein Platzverweis für Maximilian Zischler war schließlich der Knackpunkt. Erst erhielt der VfB-Stürmer die Gelbe Karte wegen einer angeblichen Schwalbe, als er auf dem Weg zum Tor zu Fall kam. Da fragte sich nicht nur VfB-Trainer Jürgen Steib warum er sich denn fallen lassen sollte. Dann streckte der Oberbayer Tobias Hänsle nieder und ging folgerichtig vom Feld.

"Macht endlich den Deckel drauf", forderte Thomas Böld nun lautstark. Und nach langen Warten taten seine Kollegen dem Thannhauser Torhüter den Gefallen. Miroci setzte sich auf links durch, lupfte zu Cantürk, der in aller Seelenruhe den Ball noch einmal hochnahm und ihn aus elf Metern in den Winkel drosch. Stefan Leiteritz machte schließlich endgültig den geforderten Deckel drauf.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

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