26.03.2011 FC Gundelfingen - TSG Thannhausen 6:1

FCG: Kiebler, Putz, Rufrano, Struck, Schnelle, Schröder (59.Bihler), Müller, Mayerle (83. Marek), Wirth (67. Mattick), Aunkofer, Winkler

TSG: Recaj, Balogh, Hänsle (57. Keles), Winzig, Selig, Deberling, Micheler (67. Schwegle), Miroci, Sandner, Lauer (64. Akyel), Cantürk

Tore: 1:0 (21.) Rene Schröder, 2:0 (35.) Stefan Winkler, 3:0 (39.) Oliver Aunkofer, 3:1 (72.) Volkan Cantürk, 4:1 (74.) Marcus Mattick, 5:1 (80.) Manuel Müller, 6:1 (88.) Manuel Müller

Zuschauer: 490

gelbe Karten: Mayerle - Winzig, Keles


Für die TSG Thannhausen blieb nur ein schwacher Trost. Zwar konnten die Mittelschwaben bei ihrem sechsten Punktspiel-Auftritt im Schwabenstadion erstmals überhaupt einen Treffer erzielen, doch der war am Ende bedeutungslos. Denn der FC Gundelfingen erwischte einen Glanztag, an dem alles gelang, und der mit einem 6:1 (3:0)-Sieg endete.
"Nur die Anfangsviertelstunde konnten wir passabel mithalten", blieb TSG-Coach Jochen Frankl hinterher als Fazit, "ansonsten waren wir fast immer einen Schritt zu langsam. Auch gedanklich."

Und so nahm das Unheil seinen Lauf, wobei sich Gundelfingens Manuel Müller zur entscheidenden Figur auf dem Platz entwickelte. Nach 21 Minuten trat der Mittelfeldspieler zum Freistoß an und schlenzte den Ball über die Mauer. Vom linken Pfosten prallte die Kugel an den rechten, ehe er zurück ins Feld sprang und vor dem einschussbereiten Fuß von René Schröder landete 1:0. Doch nicht nur in der Offensive war Müller entscheidend zur Stelle. Als nach 30 Minuten Thannhausens Stefan Winzig abzog, rettete Müller für den geschlagenen Torhüter Rafael Kiebler auf der Torlinie.

Von nun an lief es bei den Grün-Weißen vor fast 500 Zuschauern rund. "Fast jeder hat 100 Prozent gegeben und wir sind so dominant wie noch nie in dieser Saison aufgetreten", freute sich FCG-Coach Armin Resselberger, der noch vor dem Seitenwechsel zwei weitere Treffer seiner Elf bejubeln durfte. Erst setzte sich Torjäger Stefan Winkler gegen die TSG-Verteidiger David Balogh und Stefan Winzig durch, um anschließend auch noch den für den erkrankten Thomas Böld debütierenden Torhüter Liridon Recaj zum 2:0 zu bezwingen, dann gewann Gundelfingens Kapitän Oliver Aunkofer das Duell mit Tobias Hänsle, lupfte die Kugel noch über Recaj und schloss zum 3:0 ab.

"Wir haben dem Gegner die Tore geschenkt", ärgerte sich Jochen Frankl, bei dem nach dem Seitenwechsel nur kurz Hoffnung aufkeimte. Hatte Florian Sandner noch überhastet vergeben (61.) und Gabor Deberling fast von der Eckfahne die Latte getroffen (62.), verkürzte Volkan Cantürk in der 72. Minute. Doch schon 120 Sekunden später stellten die Gundelfinger den alten Abstand wieder her. Einen 70-Meter-Pass von Verteidiger Christoph Schnelle nahm Stefan Winkler auf und sah den mitgelaufenen Joker Marcus Mattick 4:1.
"Spätestens jetzt war die Partie entschieden, doch statt Schlimmeres zu verhindern, sind wir weiter angerannt", schüttelte Frankl im Rückblick verständnislos den Kopf, während sein Gegenüber Resselberger heraushob, "dass bei uns einfach viel gepasst hat und wir uns in eine richtige Euphorie hineingespielt haben." Zwar hatte Marcus Mattick mit einem Lattenschuss Pech, dafür hatte Manuel Müller noch zwei bemerkenswerte Auftritte. Scheiterten Winkler und Mattick noch an Torhüter Recaj, war Müller im dritten Anlauf abgebrüht und schaufelte die Kugel über die Linie 5:1 (80.). Und als Müller kurz vor Schluss zum Freistoß anlief, schraubte sich der aufgerückte FCG-Verteidiger Christoph Schnelle hoch. Er kam nicht mehr an den Ball, doch alle Thannhauser waren irritiert und Müller konnte sich auch als Schütze des 6:1 feiern lassen.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

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