05.03.2011 TSG Thannhausen - TSV Gersthofen 3:0

TSG: Böld, Winzig, Balogh, Keles, Leiteritz, Micheler, Jakob (65. Miroci), Selig, Lauer (65. Akyel), Cantürk, Sandner (77. Deberling)

TSV: Krieglmeier, Richter, Mayer, Krammer, Kaczmarczyk, Mittelbach, Hintersberger, Fischer (85. Keil), Nießeler (81. Jorsch), Römer, Neumeyer (75. Obermeyer)

Tore: 0:1 (12.) Mark Römer, 0:2 (17.) Andreas Neumeyer, 0:3 (22.) Paul Fischer

gelbe Karten: Jakob - Nießeler

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Frank Seitz


Stefan Selig war die Enttäuschung anzusehen. Mit hängendem Kopf gratulierte der Mittelfeldregisseur der TSG Thannhausen seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Stefan Mittelbach zu dem verdienten Sieg. 0:3 hieß es nach 90 ernüchternden Landesligaminuten aus Sicht der TSG gegen den TSV Gersthofen. Kein guter Auftakt für die kommenden Wochen, in denen sich das Team von Jochen Frankl deutlich steigern muss, will man am Ende den Klassenerhalt feiern.

Denn gerade in den ersten Minuten fehlte den Hausherren alles, was man benötigt, um in dieser Liga bestehen zu können. Viele Fehlpässe, schwaches Zweikampfverhalten, individuelle Fehler. Die TSG lud Gersthofen zum Toreschießen ein. Und die ausgebufften Gäste ließen sich diese Chancen nicht entgehen. "Es ist vollkommen unverständlich, wie wir so in die Partie gehen konnten", grübelte Selig noch lange nach Schlusspfiff über die Gründe dieses missglückten Auftakts. "Wir hatten eine wirklich gute Vorbereitung, ich persönlich hatte ein richtig gutes Gefühl. Da ist so ein Auftritt natürlich doppelt bitter. Nach 22 Minuten war die Partie bereits vorbei."

Da hat er recht. Denn innerhalb von zehn Minuten nutzten clevere Gäste drei Unkonzentriertheiten in der TSG-Abwehr und entschieden die Begegnung frühzeitig. Den Anfang machte dabei ein Freistoß von Johannes Hintersberger. 35 Meter vor dem Tor rechnete wohl die gesamte TSG-Hintermannschaft mit einer Flanke, doch Gersthofen überraschte mit einer Variante. Der Ball kam kurz auf Andreas Neumeyer, der ließ mit einer einzigen Körpertäuschung gleich zwei TSG-Spieler ins Leere laufen und seine Hereingabe drückte der ehemalige Zweitligaprofi Mark Römer ohne Probleme aus fünf Metern zum 0:1 ins Netz.

Die TSG war geschockt und zeigte nicht die Reaktion, die sich ihr Trainer Jochen Frankl von ihr wünschte. Anstatt den Gegner früher unter Druck zu setzen, brachte man sich in der Defensive immer wieder selbst in Bedrängnis. Zwei dieser Fehler nutzten Andreas Neumeyer (18.) und Paul Fischer (22.) für die frühe Vorentscheidung.

Was folgte, ist schnell erzählt. Die Gäste verließen sich darauf, den sicheren Vorsprung zu verwalten. Die TSG schaffte es nicht, Druck auf das Tor von Gersthofen-Schlussmann Christian Krieglmeier auszuüben. Einzig David Balogh tauchte kurz nach der Pause einmal gefährlich vor dem TSV-Tor auf. Doch sein Schuss wurde von Benedikt Richter zur Ecke abgewehrt (49.). Der Rest war Fußball-Tristesse. Thannhausen hatte mehr Ballbesitz, ohne die Gäste auch nur annähernd in Gefahr zu bringen. Noch schlimmer: Ein echtes Aufbäumen war von dem jungen Team nie wirklich zu erkennen: "So", urteilte auch Stefan Selig, "wird es ganz schwer, die Klasse zu halten."


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

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