13.11.2010 TSG Thannhausen - TSV Schwabmünchen 0:1

TSG: Böld - Balogh (69. Gschrey), Hänsle, Selig, Micheler - Leiteritz, Winzig, Miroci, Sandner (77. Lauer)- Cantürk, Akyel

Ersatzbank: Recaj, Asik, Keles

TSV: Linhardt - Mader, Dischl, Bayerl, Maly - Lang (68. Erdöl), Spreitzer (46. Bergmann), Reiss, Danke - Geldhauser (80. Bauer), Frey

Ersatzbank: Koller, Albayrak

Tore: 0:1 (60.) Michael Geldhauser

Zuschauer: 300

gelbe Karten: Sandner / Spreitzer, Dischl

Schiedsrichter: Florian Riepl (SpVgg Altenerding)


"Gut" antwortete Marian Dischl auf die Frage, wie er sich vor dem Spiel gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden von der TSG Thannhausen fühle. "Saugut" muss sich der Abwehrchef des TSV Schwabmünchen nach dem Schlusspfiff gefühlt haben. Denn die Gäste nutzten die Heim-Misere der Mindelstädter in der Fußball-Landesliga, siegten durch ein geschenktes Tor glücklich 1:0 und durchkreuzten damit die Pläne der TSG, den dritten Sieg in Folge einzufahren und gleichzeitig Revanche für das bittere 2:5 im Hinspiel zu nehmen.

Einer, der sich an diesem sonnigen Nachmittag am liebsten in die hinterste Ecke seines Gehäuses verkrochen hätte, war TSG-Torwart Thomas Böld. Nicht, weil er beim Tor des Tages chancenlos war, sondern weil er dazu die Vorlage geliefert hatte. Es lief die 60. Minute, als Böld eine Rückgabe per Fußabwehr klären wollte. Die Aktion ging gewaltig daneben. Der Ball landete zwar bei einem Thannhauser, aber bei einem ehemaligen. Der bis dahin blasse dreifache Torschütze des Hinspieles, Joachim Frey, bekam das Leder direkt vor die Beine, spielte Doppelpass mit Philip Bergmann, lief dann allein aufs Tor zu und legte quer auf den mitgelaufenen Michael Geldhauser. Der Ex-Thannhauser musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Der Großteil der aufgerückten TSG-Hintermannschaft konnte das Geschehen nur aus der Ferne beobachten.

So bitter dieses Gegentor auch war (Schwabmünchen verbuchte bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige torgefährliche Aktion), TSG-Trainer Jochen Frankl machte den Unglücksraben nicht zum Sündenbock. "Man muss auch sehen, dass Thomas 18 Spiele fehlerfrei gefangen hat", zeigte sich Frankl gnädig in seiner Kritik. Was ihn mehr betrübte, war die Tatsache, dass seine Mannschaft fast die gesamten 90 Minuten überlegen, aber nicht erfolgreich war. "Den letzten Ball in die Spitze haben wir nicht sauber und gut genug gespielt", bemängelte der Coach. Und so hoffte auch Torwart Böld vergeblich darauf, dass seine Vorderleute sein Missgeschick vielleicht noch ausbügeln.

Bölds Fehler wäre unter Umständen zu verschmerzen gewesen, wenn die Thannhauser mit Windunterstützung ihre Überlegenheit in der ersten Halbzeit mit dem einen oder anderen Treffer gekrönt und eine beruhigende Führung vorgelegt hätten. An gutem Willen und an Gelegenheiten - etwa durch Florian Sandner und David Balogh - mangelte es nicht, wenngleich die meisten Aktionen an der gegnerischen Strafraumgrenze endeten. Auch nach dem überraschenden Rückstand bemühten sich die Thannhauser vergebens und so nahm eine Mannschaft die Punkte mit, die (so TSG-Abteilungsleiter Klaus Richter) "auch nicht gerade fußballerisch brilliert hat".


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

ImpressumMitgliedsantragStellenangeboteVereinssatzung