25.09.2010 TSG Thannhausen - FC Affing 1:3

TSG: Böld, Hänsle, Gschrey (75. Sassmann), Jakob, Selig (66. Leiteritz), Miroci, Balogh, Deberling, Lauer (66. Sandner), Micheler, Winzig

FCA: Gail, Hildmann, Surauer, Maier, Brunner, Panknin, Schreder, Koloseike, Raffler, Hornung (65. Galun), Süß (73. Lemmer)

Tore: 1:0 (28.) Maximilian Lauer (28.), 1:1 (41.) Michael Panknin, 1:2 (54.) Thomas Süß, 1:3 (90.+2) Michael Panknin

Schiedsrichter: Lothar Ostheimer (TSV Sulzberg)

Zuschauer: 150

gelbe Karten: Balogh / Koloseike, Raffler, Panknin


Zwei Minuten vor Spielende hielt es den Torwart der TSG Thannhausen, Thomas Böld, nicht mehr in seinem Kasten. Schnurstracks stürmte er übers ganze Feld, um bei einem Eckball der Mindelstädter im gegnerischen Strafraum vielleicht doch irgendwie an den Ball zu kommen und diesen zum Ausgleich ins Tor zu befördern. Doch was wenige Minuten zuvor schon seine Vorderleute nicht geschafft hatten, das schaffte auch Böld nicht. Am Ende hieß es nicht 2:2, sondern die Thannhauser verloren das Landesliga-Heimspiel sogar 1:3, weil der FC Affing praktisch mit dem Schlusspfiff seinen dritten Treffer markierte und nicht unverdient alle drei Punkte mitnahm.

Die TSG Thannhausen hat damit am Scheideweg die falsche Route erwischt. Gesichertes Mittelfeld oder Abstiegszone? So hieß es vor dem Heimspiel gegen den Tabellen-Drittletzten, mit dem es bis dato "stetig bergab gegangen ist", wie FC-Trainer Stefan Tutschka bedauerte. Und dieser Lauf schien sich fortzusetzen. Die TSG Thannhausen, nach drei Niederlagen in Folge selbst nach Erfolg lechzend, ergriff sofort nach dem Anpfiff die Initiative und riss das Spiel an sich. Der Lohn folgte in der 28. Minute. Xhelal Miroci bediente mit einem Steilpass auf die rechte Seite David Balogh, der legte quer vors Tor und Max Lauer machte bei seinem ersten Einsatz von Beginn an seinen ersten Punktspiel-Treffer.

Was danach folgte, beschrieb Thannhausens Trainer Jochen Frankl bei der Pressekonferenz mit sechs Worten: "Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen".
Der FC Affing, bis zu diesem Zeitpunkt "so unsicher wie in den Spielen zuvor" (Trainer Tutschka), bekam langsam, aber sicher immer mehr die Oberhand. Das spiegelt auch das Chancenverhältnis wider, denn bis zur 77. Minute konnten die 150 Augenzeugen der Begegnung nur Affinger Tormöglichkeiten notieren. Die anfangs sichere TSG-Abwehr sah in der 41. Minute alt aus, als Daniel Raffler in die Gasse zu Michael Panknin spielte, dieser TSG-Torhüter Böld umkurvte und zum Ausgleich einschob. Schon vor dem 1:1 sowie vor und nach dem Affinger Führungstor, das Thomas Süß (54.) aus spitzem Winkel erzielte, hätten die Gäste ihr Trefferkonto locker nach oben schrauben können. Allein verhinderte das, indem er unter anderem drei Mal reflexartig per Fuß- beziehungsweise Faustabwehr klärte.

Die Chance des eingewechselten Florian Sandner (Affings Keeper Markus Gail parierte seinen Kopfball) leitete in der 77. Minute eine verzweifelte Thannhauser Schlussoffensive ein. Ein abgefälschter Schuss von Tobias Hänsle (88.), ein Kopfball von David Balogh (89.) - der Ausgleich lag jetzt in der Luft. Das 2:2 hätte nach Hereingabe von Stefan Leiteritz dann Armin Sassmann machen müssen, doch aus fünf Metern brachte er den Ball an Affings Keeper Gail nicht vorbei. "So ein Ding muss man einfach rein machen", kommentierte Frankl die vergebene Ausgleichschance und der Thannhauser Trainer musste dann auch noch mit ansehen, wie die Gäste in der Nachspielzeit durch Panknin nach einem Abpraller das 1:3 erzielten.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

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