01.08.2010 TSG Thannhausen - FC Pipinsried 3:2

TSG Thannhausen - FC Pipinsried 3:2 (3:1)

TSG:
Böld - Balogh, Hänsle, Winzig, Gschrey (47. Sandner) - Leiteritz (70. Keles), Jakob, Selig, Miroci, Micheler (80. Akyel) - Cantürk

FCP: Steiner (46. Vötter) - Longo (38. Hornusch), Adrianowytsch, Horky, Pfaffenbüchler - Uzum (63. Funk), Pummer, Leidenberger, Schön - Küntzel, Holzhammer

Tore: 1:0 (21.) David Balogh, 1:1 (25.) Marco Küntzel, 2:1 (30.) Stefan Micheler, 3:1 (37.) Mathias Gschrey, 3:2 (76.) Michael Funk

Zuschauer: 250

Schiedsrichter: Matthias Böglmüller (TSV Steingaden)

gelbe Karten: Micheler, Miroci, Balogh / Adrianowytsch

Nervös tippelte Trainer Jochen Frankl die letzten Sekunden der Landesligapartie seiner TSG Thannhausen gegen den FC Pipinsried an der Außenlinie. 3:2 führte seine junge Mannschaft gegen den oberbayerischen Kontrahenten. Doch die Gäste stürmten auf den Ausgleich. Mit zehn Mann verteidigte der Bayernliga-Absteiger den knappen Vorsprung - mit Erfolg. Nach vier Minuten Nachspielzeit hatte Schiedsrichter Matthias Böglmüller ein Einsehen und pfiff ab. Frankl und seine Jungs konnten endlich jubeln.

"Riesen Kompliment an die Mannschaft", sprudelte es aus dem TSG-Übungsleiter nach der Partie heraus. "Das war heute eine ganz starke Leistung, die mit dem Sieg belohnt wurde." Enttäuschung dagegen auf der Gegenseite. Mit einer Niederlage hatte beim FC Pipinsried wohl niemand gerechnet. Um so geladener war FCP-Spielertrainer Marco Küntzel - er kickte in der abgelaufenen Saison ja noch für die TSG - nach der Partie: "So dürfen wir hier einfach nicht auflaufen. Die erste Halbzeit war unterirdisch", schimpfte Küntzel.

Er hatte recht. Überrascht von der engagierten Spielweise der Gastgeber ergaben sich die Oberbayern ihrem Schicksal. Mit dem 3:1-Halbzeitstand waren sie sogar noch gut bedient: "Es gab Spielabschnitte, da haben wir Pipinsried richtig vorgeführt", so Frankl. Eine dieser Phasen begann nach zehn Minuten. Da hatte Volkan Cantürk die erste Großchance für die Hausherren. Doch der fleißige Stürmer schaffte es nicht, eine Micheler-Hereingabe aus sechs Metern ins Tor zu bugsieren. Es folgten Chancen fast im Minutentakt. Jakob (16.), Cantürk (18.) und Miroci (20.) vergaben allerdings die besten.

Doch dann kam David Balogh. In seinem ersten Spiel nach abgesessener Rotsperre ließ sich der Außenverteidiger nicht lange bitten. Nach einer abgeblockten Ecke nahm er sich aus knapp 20 Metern ein Herz und erzielte das 1:0 (21.). Der verdiente Lohn für die bis dahin stärkste Saisonleistung der TSG.
Die Gastgeber beherrschten das Spiel, ließen Ball und Gegner laufen - bis zur 25. Minute. Nach einem leichten Ballverlust im Mittelfeld ließen die Gäste das erste Mal ihre Gefährlichkeit aufblitzen. Marco Küntzel und Michael Holzhammer spielten im Alleingang die gesamte TSG-Hintermannschaft aus und der FCP-Spielertrainer hatte keine Mühe, den 1:1-Ausgleich zu erzielen. Ein Tor aus dem Nichts.

Doch wer nun dachte, die junge TSG-Mannschaft würde nervös, sah sich getäuscht. Im Gegenteil. Die Hausherren erhöhten das Tempo und wurden belohnt. Nach einem kapitalen Patzer von Gästetorhüter Hannes Steiner - er durfte in der Halbzeit Platz machen für Christian Vötter - war es Stefan Micheler, der für die 2:1-Führung sorgte (30.). Und es kam noch besser. Außenverteidiger Mathias Gschrey sorgte nach einem couragierten Antritt für den 3:1-Halbzeitstand. Der FCP sah - wie so oft in Halbzeit eins - nur zu.

Küntzel reagierte. Er brachte Markus Hornusch für den überforderten Antonio Longo. Eine Reaktion blieb seine Mannschaft allerdings lange schuldig. Erst 15 Minuten vor Schluss - die TSG hätte durch einen der zahlreichen Konter längst das 4:1 erzielen müssen - zeigten die Gäste Moral - und wurden prompt belohnt. Nach einer Maßflanke von Küntzel war es Michael Funk, der die Partie nochmals spannend machte. Es folgte die große Schlussoffensive. Doch Dominik Schön (89./90.) und Sebastian Pummer (93.) verpassten den Ausgleich.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

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