Bericht Schwäbische Vorrunde

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde das Günzburger Vorrunden-Turnier zur Schwäbischen Meisterschaft im Hallenfußball die große Ein-Mann-Show des Stefan Selig werden. Er war über weite Strecken der Veranstaltung der einzige Fußballer, der die 850 Besucher in der Rebayhalle wirklich von den Sitzen riss. Vermutlich hätte der Bayernligist TSG Thannhausen am Freitagabend diese Glanzleistung seines Spielmachers gar nicht benötigt, um sich locker für die Endrunde in Augsburg zu qualifizieren. Im Endspiel bezwang die Mannschaft von Trainer Oliver Schmid den einzigen wirklich ernsthaften Konkurrenten SC Bubesheim nach Anlaufschwierigkeiten 3:0.

Das Thannhauser Turnier-Torverhältnis von 21:2 (aus vier Partien) sagt alles über die haushohe Überlegenheit des Abonnement-Gewinners - und über die fußballerischen Möglichkeiten der anderen Teams. Selig, der sich unangefochten die Sonderpreise für den besten Spieler und den besten Torschützen des Turniers sicherte, brachte es auf den Punkt: "So souverän wie heuer war"s in den zehn Jahren, die ich dabei bin, noch nie. Ich denke, wir sind in diesem Landkreis momentan einfach unschlagbar."

Nun sind - eine Binsenweisheit - die Gegner natürlich immer nur so stark, wie man selbst es zulässt. Und Thannhausen ließ die unterklassigen Kontrahenten einfach nicht zur Entfaltung kommen. In den drei Partien vor dem großen Finale führte der Topfavorit jeweils schon in der ersten Minute und gab damit die Spielentwicklung vor. Der Höhepunkt: Im Halbfinale gegen die SpVgg Wiesenbach zog Selig vom Anstoß weg unwiderstehlich Richtung Tor und netzte nach acht Sekunden ein.

Nur im Endspiel tat sich der Bayernligist ungewohnt schwer. Die Bubesheimer stellten eine Halbzeit lang alle Wege zu, waren einzig darauf bedacht, einen frühen Rückstand zu vermeiden und vorne irgendwie einen Glücksschuss anzubringen. Das lobten die Experten (einschließlich TSG-Coach Schmid) hinterher als taktisch kluges Verhalten, für die Besucher in der Halle aber war es nicht die helle Freude. Nach dem Seitenwechsel genügten der TSG etwas mehr Bewegung und zwei richtig starke Minuten, um die Sache für sich zu entscheiden. Ein Fernschuss von Christian Streitel überraschte Tobias Ederer im Tor des Bezirksoberligisten und nach zwei weiteren Distanzschüssen von Streitel und Felix Jocham war das Augsburg-Ticket wieder einmal in der Hand der Thannhauser.


Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

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